Kokosöl – Zielscheibe der Speiseölindustrie

Kokosöl – Zielscheibe der Speiseölindustrie

… ODER vom Opfer zum Held

Erstaunlich ist, dass die positiven Eigenschaften und Wirkungen des Kokosöls schon seit Jahrzehnten hinlänglich bekannt sind (wie etliche Studien belegen), man sie aber einfach unter den Tisch fallen liess, um den Verbrauchern mit großem Aufwand produzierte Industrieöle, aus zum Teil gentechnisch veränderter Saat (Rapsöl, Sojaöl ), als sehr gesund verkaufen zu können.

Schlimmer noch – man ließ nicht nur die Vorteile des Kokosöls unter den Tisch fallen, man zog es es auch noch in den Dreck. So wollte man jeden einzelnen von uns auf die Seite der mehrfach ungesättigten Öle ziehen.

Kokosöl
Bild: utah778 – Fotolia.com

Über 30 Jahre lang litten das Kokosöl samt Erzeuger unter der Verleumdung, deren Ursprung aus den USA kam ( z.B. Veröffentlichungen der Verbraucherschutzorganisation Centres for Science oder Vertretern der Speiseölindustrie). Zur gleichen Zeit gab es Veröffentlichungen der wissenschaftlichen und medizinischen Fachwelt, die ihre Fehlinformationen ebenfalls von Institutionen wie der CSPI und der ASA (American Soybean Association) bekamen.

Aber wie kam es zu den Desinformationen?

Alles begann damit, das in den 50ern ein Wissenschaftler in Minnesota die Behauptung aufstellte, dass gehärtete Pflanzenfette der Auslöser für den Anstieg von Herzerkrankungen sei.

Daraufhin befürchtete die Speiseölindustrie einen Umsatzeinbruch und erklärte, nicht die Härtung stelle ein Problem dar, vielmehr seien es die vorhandenen gesättigten Fettsäuren in den Fetten.

Gleichzeitig berichtete ein Wissenschaftler aus Philadelphia, der Verzehr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren würde zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen.

Auf Grund dieser wissenschaftlichen Veröffentlichung sowie der  Anerkennung dieser, reagierte die Speiseölindustrie prompt – nun wurde der Fokus darauf gesetzt, die in den Nahrungsmitteln vorhandenen “gesättigten Fette” durch ” mehrfach ungesättigte Fette” zu ersetzen.

Allerdings besteht bei der industriellen Verarbeitung ungesättigter Fette die Gefahr, dass sich wegen der Unbeständigkeit jener Fette, schädliche Abbauprodukte, im Besonderen die Transfette entwickeln können. Jedoch war dies seinerzeit nicht von Interresse.

Später (1986) puplizierte die bereits erwähnte Verbraucherschutzorganisation CSPI eine Pressemitteilung, worin  “Palm-, Kokos- und Palmkernöl” als “reich an arterienverstopfenden gesättigten Fetten” betitelt wurde. Zudem forderte die CSPI den Kennzeichnungszusatz “gesättigtes Fett”, sobald Kokosöl oder Palmöl in einem Produkt vorkam.

1988 veröffentlichte die CSPI eine Info-Broschüre mit dem Titel “Saturated Fat Attack” – Angriff auf gesättigte Fette. Diese enthielt eine Aufstellung mit Produkten, welche “unerwünschte tropische Öle” enthielten, damit man diese Produkte meiden konnte.

Dieses Heft wies zahlreiche schwerwiegende Fehler auf.  So gab es zum Beispiel eine fehlerhafte Beschreibung der Biochemie von Fetten und Ölen und es wurden falsche Angaben über die Fett- und Ölzusammensetzung vieler Produkte gemacht.

Das alles wurde zur Nebensache – Hauptsache man ließ die Finger von tropischen Fetten wie Kokosöl und kaufte nur noch einheimische Öle und Fette.

Kokosöl am Pranger

Zeitgleich startete die American Soybean Association eine Kampagne gegen Kokosöl und andere tropische Öle. Sie versand beispielsweise Anti-Kokosöl-Briefe an die Sojabohnenbauern oder schaltete Anzeigen mit einer “Anleitung zur Bekämpfung von tropischen Fetten”. Ein weiteres ASA-Projekt war, das ein “Ernährungswissenschaftler” zur Überwachung von Supermärkten in Washington eingestellt wurde, welcher die Nahrungsmittel auf ihren Gehalt an Kokosöl und anderen tropischen Ölen überprüfen sollte. Dann stellte die ASA `87 die Forderung an die amerikanische Gesundheitsbehörde, dass die Kennzeichnungspflicht “enthält tropische Fette” eingeführt werden soll – und blies damit in das gleiche Horn wie schon die CSPI zuvor.

Und weiter ging es mit der ASA-Kampagne gegen Kokosöl. In der New York Times erschien im Juni der Artikel ” The Truth About Vegetable Oil” (Die Wahrheit über pflanzliche Öle), worin Kokosöl sowie andere tropische Öle als – die billigeren, arterienverstopfenden Öle aus Malaysia und Indonesien – benannt. Außerdem wurde die Behauptung aufgestellt, dass tropische Öle nicht den amerikanischen Ernährungsrichtlinien entsprechen würden, was keinesfalls geklärt war.

Angriff auf Kokosöl verschleiert echten Übeltäter

So ging es weiter und weiter – bis zum heutigen Tag, an dem noch viele Menschen, sogar Ärzte und Ernährungswissenschaftler von Kokosöl aufgrund der gesättigten Fettsäuren abraten. In Wirklichkeit jedoch haben die sich alle nur von den Anti-Kokosöl-Kampagnen der Sojaölindustrie und anderer Interessengruppen einen Bären aufbinden lassen.

Was war nun das Resultat der Anti-Kokosöl-Aktionen? Die Verbraucher konzentrierten sich auf das Meiden von Kokosöl. Sie kauften und verzehrten die einheimischen,  meist industriell hergestellten Pflanzenöle (Soja-, Sonnenblumen-,Rapsöl) und passten beim Kauf von Fertigprodukten darauf auf, dass nur kein Kokosöl enthalten war.

Auf die wahren Übeltäter jedoch achtete niemand – nämlich auf die Transfette in gehärteten Ölen und Fetten. Transfette entstehen einzig aus ungesättigten Fettsäuren, nie, niemals aus gesättigten Fettsäuren.

Deshalb sollte man das köstliche Kokosöl genießen – in kalt gepresster Bio-Qualität – und lieber verarbeitete Fette (Fertigprodukten) aus ungesättigten Fettsäuren meiden.