Kokosöl – das natürliche Gleitmittel

Kokosöl – das natürliche Gleitmittel

Kokosöl als Gleitmittel? Und ob – lesen Sie selbst:

Für mehr Sinnlichkeit in der Liebe oder aber auch bei Scheidentrockenheit kommen Gleitmittel zum Einsatz. Doch auf der Suche nach einem wirklich gesunden Gleitmittel muss man sich oftmals mit einer Reihe nicht enden wollender chemischer Inhaltsstoffe befassen, von denen die eine oder andere Substanz schleimhautreizend oder allergen wirken kann. Bleibt die Frage welche Gleitmittel sind unbedenklich? Kann man ein Gleitmittel selbst herstellen? Oder besser noch, wie kann man die körpereigene Feuchtigkeitsproduktion anregen?

Kokosöl GleitgelMittlerweile stehen unendliche Gleitmittel in sehr vielen Rezepturen aus den unterschiedlichsten Basiszutaten zur Verfügung. Für welches Gleitmittel man sich entscheidet, hängt vom einem vom Einsatzgebiet ab (“Normaler” Sex, ultralanger Sex, Sex mit Kondom, Sex in der Badewanne, usw.) und auf der anderen Seite von den persönlichen Ansprüchen sowie Wünschen (neigt man zu Pilzinfektion-Anfälligkeit? keine chemisch-synthetische Bestandteile).

Ein gesundes Gleitmittel sollte ohne bedenkliche Chemikalien auskommen, überdies sollte es – wenn es sich um ein käufliches Produkt handelt – ein Gleitmittel auf Wasserbasis sein, das zudem nur geringe Glyceringehalte aufweist. Wer auf Natur pur steht, sollte sich für ein natürliches Gleitmittel auf Ölbasis, wie  beispielsweise dem Kokosöl, entscheiden.

Kokosöl

Kokosöl ist ein gern genutztes Intimpflegemittel. Sehr gerne wird es wegen seines Gehalts an antimykotisch wirksamer Caprylsäure zur Prophylaxe oder naturheilkundlichen Anwendungen von Pilzinfektionen (z. B. Candida) angewandt.

Desweiteren wirkt Kokosöl beruhigend sowie kühlend. Außerdem ist es nicht parfümiert und falls es ein natives Bio-Kokosöl ist, ist es auch noch völlig natürlich. Zahlreiche Frauen tragen das Kokosöl daher, je nach Bedarf, nach dem Duschen auf die Schamlippen und auch die Schleimhäute auf.

Kokosöl kann aber auch prima als natürliches Gleitmittel benutzt werden. Allerdings ist hierbei eins zu beachten – da es ölhaltig ist – ist es mit Kondomen inkompatibel. Ebenso sollte Kokosöl in Kombination mit so manchem Sexspielzeug nicht zum Einsatz kommen.

Kokosöl-Gleitmittel selbst gemacht

Aus Kokosöl kann man sog. Vaginalkugeln selbst herstellen. Was besonders praktisch ist, wenn man an einer chronischen Vaginaltrockenheit leidet und sich deshalb 2- bis 3-mal die Woche eine Vaginalkugel einführen muss. Selbstverständlich kann man dies auch vor dem Geschlechtsverkehr tun.

Vaginalkugeln lassen sich mit geringem Aufwand selbst herstellen. Hierfür wird lediglich ein Kokosöl (Bio, nativ) benötigt, welches zunächst im Wasserbad geschmolzen wird. Danach wartet man einige Minuten ab, bis daraus eine knetbare Masse wird und formt kleine Kugeln (je 2 gr.). Die Kugeln lassen sich nun mehrere Wochen im Kühlschrank lagern. Da es sich hierbei um Fette dreht, die sich bei Temperaturen um 23 Grad verflüssigen, schmelzen diese, sobald sie sich in der Scheide befinden.

Dem geschmolzenen, abgekühlten Kokosfett kann man auch heilende Wirkstoffe beimischen, wie z.B. eine Rotklee-Urtinktur. Denn der Rotklee enthält östrogenähnlich wirkende Phytohormone, die ähnlich positiv wirken wie pharmazeutische Östrogene in diversen Östrogencremes (Menge der Rotklee-Urtinktur sollte 10 % der geschmolzenen Fettmenge nicht übersteigen).