Gut für die Gesundheit – Kokosfett

Gut für die Gesundheit – Kokosfett
Gesundheit Kokosfett
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Die Früchte der Kokospalmen bringen einen exotischen Genuss in die Küche und sind extrem vielseitig in ihrer Verwendung. Das weisse Fruchtfleisch dient neben dem rohen Verzehr auch als Ausgangsstoff für die Gewinnung von Kokosfett, Kokosmehl sowie Kokosflocken.

Die Kokospalme trägt ganzjährig Früchte, sodass zu jeder Zeit reife Kokosnüsse geerntet werden können. Speziell in den tropischen Regionen gilt die süsse, beinahe klare Flüssigkeit der Kokosnuss (wird grün und unreif geerntet), als ein wichtiger Trinkwasserersatz.

Knapp 1 Liter Kokoswasser ist im Inneren der unreifen Früchten vorhanden. Je reifer also eine Kokosnuss ist, desto weniger Kokoswasser befindet sich in ihr.

Der hohle Kokosnusskern ist ausgekleidet mit dem weissen, aromatischem Fruchtfleisch. Je reifer die Nuss ist, umso trockener wird das Fruchtfleisch, welches im getrockneten Zustand Kopra genannt wird.

Das frische Fruchtfleisch besteht aus bis zu 50 Prozent Wasser. Durch den Trockenvorgang, vor der Weiterverarbeitung, wird der Wassergehalt auf circa 5 Prozent verringert und der Fettgehalt der Kopra liegt dann zwischen 60 und 70 Prozent.

Dem Kokosfett – gewonnen aus der Kopra – fällt eine enorme wirtschaftliche Bedeutung zu. Denn die gesättigten Fettsäuren, welche bei der Margarineherstellung eine nennenswerte Rolle spielen, sowie bei der Süsswarenherstellung zum Einsatz kommen, überwiegen hier. Dank seiner Hitzebeständigkeit ist Kokosfett hervorragend zum Braten, Kochen und Backen geeignet.

Kokosfett – Natur pur

Naturreiner als das reine, kalt gepresste Kokosfett (Virgin Coconut Oil) welches hierzulande im Handel ist, gibt es nicht. Auf schonendste Weise wird das Kokosfett aus der Kopra gepresst und nicht weiter aufbereitet. Auf diese Art und Weise bleiben alle natürlichen Inhaltsstoffe erhalten.

Man kann Kokosfett als Brotaufstrich, pur oder mit anderen Zutaten gemischt, verwenden. Speziell für Veganer, die auf Tierprodukte verzichten, ist dies eine interessante Alternative.

Anbau in Mischkultur

Nahrungsmittel, welche aus biologischem Anbau stammen, sind nicht nur aufgrund ihrer Verarbeitung wertvoll. Nimmt man Bio-Kokosnüsse, bringt dies zu den Umwelt-Vorteilen, auch positive Aspekte für die Bauern in den Kokosnuss-Anbauländern. Bei herkömmlichen Plantagen kommen Kunstdünger zum schnelleren Wachstum der Kokospalmen zum Einsatz. Anders die Bio-Bauern, sie setzen auf kaliumreiche Kokosfasern und natürlichen Dünger.

Zudem wachsen die Bio-Kokosnüsse nicht in Monokultur, sondern werden in Mischkultur mit Ananas oder Bananen angepflanzt. Werden Produkte aus Bio-Kokosnüssen aus fairem Handel angeboten, schützt dies zum einen die soziale Situation der Bio-Bauern und zum anderen garantiert es ihnen soziale Arbeitsbedingungen sowie bessere Preise bei der Abnahme. Desweiteren können durch einen fairen Handel Projekte in den Anbauländern unterstützt werden, welche z.B. für eine Verbesserung der Bodenqualität sorgen.

Kokosöl oder Kokosfett ?

Kokosöl oder Kokosfett ?

“Was ist der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl?” Das ist hier die Frage – und die Antwort ist eigentlich ganz einfach, denn Kokosfett und Kokosöl sind ein und das selbe Produkte. Die einzige Unterscheidung liegt darin, je nach dem in welchem Aggregatzustand sich das Produkt befindet.

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Kokosnussöl verfestigt sich bei Temperaturen unter 25 Grad und erhält eine cremige bis feste Konsistenz, welche man streichen kann. In diesem Zustand bezeichnet man es als Kokosfett. Klettern die Temperaturen auf über 25 Grad wird das Kokosfett flüssig, dann spricht man von Kokosnussöl.

In unseren europäischen Gefilden ist Kokosfett (fast) ausschließlich in seiner festen oder cremigen Form zu bekommen. In den südlichen Regionen dagegen findet man das Fett, wo die Temperaturen das ganze Jahr über meistens über 25 Grad liegen, beinahe ausschließlich in flüssiger Form, also als Kokosöl vor.

Bekanntermaßen unterscheidet zwischen kalt gepresstem, naturbelassenem Kokosfett und raffiniertem oder desodoriertem Kokosfett. In industriell produziertem , hitzebehandeltem,  Kokosfett (z.B. “Palmin”), sind kaum noch Nährstoffe enthalten. Dieses raffinierte Kokosfett verfügt über keinen natürlichen Kokosgeruch mehr, es riecht und schmeckt neutral.

Im Gegensatz dazu enthält ein naturbelassenes, kalt gepresstes Kokosfett noch fast alle der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe – außderdem lässt es sich an dem unverkennbaren milden Kokosgeruch/ -geschmack erkennen. Einzig das naturbelassene Öl/Fett bietet alle gesundheitlich relevanten sowie pflegenden Eigenschaften der Kokosnuss.

In fester Form lässt sich das Kokosnussfett ein wenig leichter dosieren als das flüssige Kokosnussöl. Hilfreich ist, wenn man das flüssige Öl in ein Glas abfüllt und für kurze Zeit in den Kühlschrank stellt – es verfestigt es sich und man kann dann mit einem Löffel die Wunschmenge entnehmen. Möchte man das feste Kokosfett verflüssigen, genügt es, wenn man das Behältnis für einen Augenblick unter einen warmen Wasserstrahl hält. Ebenso lässt sich das Fett  im Wasserbad schmelzen – doch Vorsicht, keinesfalls sollte das Wasser  kochen, denn das wiederum reduziert die wertvollen Nährstoffe des Öls.

Beim Kauf von Biokokosfett oder Biokokosöl sollte man unbedingt auf die Bezeichnung “nativ” und “kaltgepresst” achten.

 

Biokraftstoff aus Kokosöl

Kokosöl als Biokraftstoff
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Biotreibstoff aus Kokosöl – Coco-Sprit oder auch Coco-Diesel genannt – wird auf den Philippinen bereits seit 2006 staatlich gefördert und deshalb in hohem Maße hergestellt. So wird laut dem Energieministerium Kokosnuss-Methylester von mehr als 10 Firmen produziert. Denn die Nachfrage nach dem Alternativ-Kraftstoff aus nachwachsendem Rohstoff ist stetig am Steigen.

Kokosöl kann in Kombination mit Methanol in einem chemischen Prozeß umgeestert werden und in reiner Form als Biodiesel oder in kleinen Mengen beigemischt als Dieselkraftstoff  benutzt werden. Allerdings käme im europäischen Raum, wegen des hohen Schmelzpunktes des Kokosöls , welcher bei  circa 25°C liegt,  nur ein Bio-Diesel-Gemisch infrage. Da die Temperaturen in Europa im Jahresschnitt zu niedrig sind, wäre der Treibstoff  zu dickflüssig und könnte die Motoren schädigen. Davon einmal abgesehen müssen diese zwingend für den Kokoskraftstoff-Gebrauch ausgelegt sein.

Biokraftstoff aus der Kokosnuss

Für die Menschheit stellt Kokosöl auf jeden Fall eine Alternative zu fossilen, nicht erneuerbaren Rohstoffen, dar. Da bei der Kokospalme keine Abfallprodukte entstehen und jeder einzelne Bestandteil eine Verwendung findet, sei es für die Nahrungsmittel-, die Kosmetik- oder die Waschmittelproduktion, als Dämm- /Brennmaterial sowie als Baustoff, bietet sie eine günstige und nachhaltige Alternative zu dem sinkenden Rohölvorkommen und anderen fossilen Energieträgern.

Internationale Automobilkonzerne  halten eine Kokosöl-Beimischung (5 Prozent) für machbar und sehen hier enorme Kapazitäten für die Produktion. Dadurch wären zahlreiche Inselstaaten, dank einer Versorgung mit Kokosdiesel, unabhängig von den teuren Erdöl-Importen. Ebenso setzt man in Papua Neuguinea bereits auf den Kraftstoff aus Kokosöl –  die Insulaner produzieren ihren Biokraftstoff inzwischen selbst.

Desweiteren wird beispielsweise in der Provinz Nakhon Si Thammarat (Süden Thailands) der alternative Dieselkraftstoff  an einer Tankstelle verkauft, wobei der Preis sehr günstig ist und bei knapp 50 Prozent der herkömmlichen Treibstoffe liegt. Der Markt boomt und zukünftig soll der Verkauf von Bio-Kokosöldiesel auch in andere Provinzen Thailands ausgebaut werden.

 

 

Kokospalme

Kokospalme

Die Kokospalme – Baum des Lebens

Kokospalme
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Die im Wind wiegende Kokospalme gehört zum perfekten Bild eines südlichen Sandstrandes genauso dazu wie das klare, türkisblaue Meer. Man kennt sie ebenfalls als Nutzpflanze, die in riesigen Plantagen herangezogen wird. Sie kann eine Höhe von 30 Metern erreichen. Ein Merkmal ist ihr schlanker Stamm, der in einem Blätterschopf endet, wo jedes gefiederte Blatt 6-7 Meter misst. Blüten trägt die Palme erst nach rund 7 Jahren.

Die Blüten werden durch den Wind und durch Insekten bestäubt. Daraus entstehen die in Bündeln hängenden Früchte, die der Palme ihren Namen geben, die sogenannten Kokosnüsse. Das Wort “Cocos” kommt aus dem portugiesischen und bedeutet “Schreckgespenst”. Diese Bezeichnung erhielt sie, wegen des affenähnlichen und daher unheimlichen Aussehens. Fällt die Kokosnuss nach der Reife auf den Boden entsteht daraus eine neue Kokospalme.

Die Kokospalme als Nutzpflanze

Von der Kokospalme kann jedes Teil nützlich verwendet werden. Das wussten bereits die alten Ägypter vor rund 3000 Jahren zu Nutzen. Besonders wertvoll ist das Kokosöl, welches aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. Es ist besonders reichhaltig an Nährstoffen und kann zur wirkungsvollen Pflege von Haut und Haar eingesetzt werden. Auch in der Tierpflege wird Kokosöl immer beliebter. Vor allem wird es dort zur Abwehr von Zecken, Würmern und Milben eingesetzt, aber auch die Fellpflege ist ein begehrtes Einsatzgebiet bei Tierhaltern.

Kokosöl findet industrielle Verwendung u. a. im Lebensmittelbereich, zur Herstellung von Kosmetik, Seifen, sowie Waschmittelsubstraten und zur Fertigung von vielen chemischen Produkten. Ebenfalls beliebt, für die Herstellung von Backwaren, sind die Kokosraspeln. In tropischen Ländern werden zusätzlich die Kokosmilch, Kokosmehl und die Palmensprossen verwendet.

Die Triebspitzen der Blütenstände werden für die Produktion von Spirituosen benutzt. Die Pflanzenfasern oder auch Kokosfasern genannt, werden zu Teppichen, Matten, Seilen und Bürste verarbeitet. Das Holz der Kokospalme ist in tropischen Ländern vor allem als Material für den Hausbau von großem Nutzen. Der Vorteil ist, dass es nicht von Termiten befallen wird. Die Dächer der Häuser werden zusätzlich mit Matten aus Kokosblättern gedeckt.

Die Kokospalme als Zimmerpflanze

Die Kokospalme ist zudem als Zimmerpflanze äußerst beliebt und kann entweder aus einer Kokosnuss gezogen oder in Gärtnereien und Blumenläden gekauft werden. Hier erreicht sie eine Höhe von ca. 2–3 Meter. Sie braucht viel Licht, Wärme und ein feuchtes Klima, um gesund zu gedeihen. Das Entstehen von Blüten oder gar von Kokosnüssen ist in der Zimmerkultur nicht zu erwarten. Trotzdem kann sie bei einem richtigen Standort viele Jahre halten.