Kokosöl – die Wahrheit über den Alleskönner

Kokosöl – die Wahrheit über den Alleskönner

Fragt man 10 Personen, ob Kokosöl gesund ist, erhält man 10 unterschiedliche Antworten.

Was ist also dran an dem ganzen Gerede?

So glauben einige dass Kokosöl beim abnehmen hilft, andere wiederum sagen dem Kokosöl Heilkräfte zu. Beleuchten wir einmal den Hype um das Kokosöl.

Für über ein halbes Jahrhundert wurden Kokosöl, Butter und Co. pauschal als ungesund und herzschädigend verurteilt. Heute weiß man dass das ein Irrglauben war.

Kokosöl, was ist das?

Kokosöl der Alleskönner
Alleskönner Kokosöl?
Gewonnen wird Kokosöl aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss. Für die Ureinwohner tropischer Gebiete zählt es seit Jahrtausenden zum festen Bestandteil der Ernährung.

Auch in der indischen Ayurveda findet es Verwendung – nicht nur als Lebensmittel, sondern auch bei der Therapie von Hautkrankheiten.

Wissenschaftler stellten bereits in den 80ern fest, dass Menschen, die mit ihrer Nahrung regelmäßig Kokosöl zu sich nehmen, wesentlich seltener an Herz-Kreislauf-Leiden erkranken.

Kokosöl besteht zu knapp 90 Prozent aus gesättigten Fetten, wovon 65 Prozent davon aus so genannten MCT-Fetten besteht (MCT = “medium chain triglycerides”mittlerer Kettenlänge). Zahlreiche der positiven Auswirkungen von Kokosöl auf die Gesundheit werden den MCT-Fettsäuren zugeschrieben.

Tatsächlich wissen nur wenige, wie gesund das “richtige” Kokosöl ist. Denn Kokosöl ist nicht gleich Kokosöl. Benutzt man das falsche Kokosöl, kann man unter Umständen der Gesundheit sogar schaden.

Ist Kokosöl gesund ? – das ist hier die Frage?

Nach wie vor bekommen manche Kardiologen einen Herzinfarkt, wenn sie feststellen müssen, das immer mehr Menschen Kokosöl genießen.

Tatsächlich wird das Kokosöl noch immer wegen seines hohen Anteils gesättigter Fette an den Pranger gestellt.

“Gesättigte Fette sind schlecht fürs Herz?!” –  der Mythos ist nicht kleinzukriegen. Doch wir sollten es besser wissen!Denn mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die belegen, dass Kokosöl gesund ist.

Ausschlaggebend sind dabei in erster Linie die MCT Fettsäuren, die in Form von Laurinsäure im Kokosöl vorkommen.

Ja –  Kokosöl ist gesund, denn :

  • Kokosöl erhöht die geistige Leistungsfähigkeit.
  • Kokosöl senkt den Cholesterinspiegel und unterstützt das Herz-Kreislauf-System.
  • Kokosöl ist eine sehr gute Energiequelle, denn es fördert die Bildung von Ketonkörpern (besser als andere Fette).
  • Kokosöl kann Muskelabbau trotz eines großen Kalorienmangels bremsen.
  • Die enthaltenen MCT-Fettsäuren sind ein wirksames Mittel gegen Alzheimer.

Kokosöl verjüngt nicht nur von innen, sondern auch von außen. Studien zufolge soll das Kokosöl eine ebenso gute oder sogar bessere Wirkung auf Haut und Haare haben, als das in Kosmetik-Produkten üblicherweise verwendete Mineralöl:

  • Kokosöl wirkt effektiv gegen trockene Haut.
  • Kokosöl erhöht den Feuchtigkeitsgehalt der Haut besser als jedes andere Öl.

Kokosnussöl hilft beim Abnehmen ?

Zunächst klingt es paradox – aber Studien belegen, dass Kokosöl beim abnehmen helfen kann.

Offensichtlich liegt der Knackpunkt in den bereits erwähnten MCT Fettsäuren. So wandelt die Leber diese in eine hocheffiziente Energiequelle um – und diese wiederum unterstützt den Körperfett- abbau.

Bedeutet das, je mehr Kokosöl, desto schlanker? Einige haben es getestet. Und beispielsweise ihren Kaffee esslöffelweise mit Kokosöl “gepimpt” – mehrfach täglich. Keiner nahm ab, sondern zu. Besser immer das Kleingedruckte lesen, denn: Kokosöl hilft nur dann beim Abnehmen, wenn man damit andere – am besten weniger gesunde – Fette ersetzt!

Fehlkäufe schaden der Gesundheit!

Kokosöl kann nur dann mit seine Stärken punkten, wenn man das richtige Produkt kauft.

Einige Herstellungsverfahren kehren die positive Wirkung um – und können sogar Kokosöl ungesund machen.

Diese Produkte sollte man meiden!

Produkt mit folgender Kennzeichnung, sollte man links liegen lassen:

  • Das Kokosöl oder Kokosfett wurde raffiniert, gebleicht oder auf andere Weise verarbeitet. Oft schreibt der Hersteller in seiner Produktbeschreibung: “Dies ist ein reines Kokosfett, zeichnet sich aber durch seine geschmacksneutralen Eigenschaften aus.”
  • Wenn weder die Bezeichnung kaltgepresstnativ oder extra nativ auf der Packung zu finden ist !

Höchswahrscheinlich wurde in diesen Fällen das Kokosöl mechanisch stark verarbeitet und erhitzt. Oftmals werden Chemikalien benutzt, um das Öl aus der Kokosnuss zu extrahieren. Dann werden die gesunden Inhaltsstoffe entweder chemisch modifiziert oder ganz herausgefiltert. Hierbei kann sich die Zusammensetzung der Fettsäuren verändern. Manchmal werden auch Zusatzstoffe beigesetzt, welche das Öl haltbar machen sollen.

Hier darf man zugreifen!

Kokosöl

Das Herstellungsverfahren ist ausschlaggebend – deshalb sollte man auf einer dieser Kennzeichnungen achten:

  • kaltgepresst,
  • nativ (extra),
  • (extra) virgin oder
  • vierge (extra).

Denn dann wurde das Kokosöl besonders schonend und sorgfältig bei niedrigen Temperaturen gepresst (kaltgepresst). Dabei bleiben die Inhaltsstoffe und Fettsäuren erhalten.

Kokosöl-Empfehlung

Möchte man Kokosöl aufgrund seiner positiven Auswirkungen beim Abnehmen und für die Gesundheit ganz gezielt verwenden, sollte man dies berücksichtigen:

  • Die Menge!  Studien zufolge kann extra natives Kokosöl seine ganze Wirkung entfalten, wenn man ca. 8-15 gr. täglich zu sich nimmt.
  • Energieüberschuß? Hier sollte man andere, ungesündere Fette durch Kokosöl ersetzen. Da Kokosöl sehr energiereich ist, können die Abnehmerfolge leicht gebremst werden, wenn das Kokosöl zusätzlich eingenommen wird.
  • Erhitzen? Kokosöl ist eines der besten Öle zum heißen Kochen, Braten und Schmoren. Es behält seine gesunden Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen (Rauchpunkt erst bei 177 °C) – ganz im Gegensatz zu wenig hitzebeständigen Ölen wie z.B. Leinöl (Rauchpunkt bei 107 °C).
  • Welches Produkt? Achte darauf, dass das Kokosöl als kaltgepresst, nativ oder virgin gekennzeichnet ist.

Zum Abschluss

Fett macht Fett?  Nein – denn allmählich spricht es sich herum, dass die richtigen Fette unbedingt ein fester Bestandteil der Ernährung sein sollten.

Kokosöl ist ein solches richtiges Fett. Auch, oder gerade weil es einen hohen Anteil gesättigter Fettsäuren enthält. Darunter die MCT Fette, die wahrscheinlich ein Hauptgrund für die gesunden und schlank machenden Eigenschaften des Kokosöls sind.

Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt fehlt noch – Kokosöl riecht und schmeckt einfach lecker!

 

Kokosöl oder Kokosfett ?

Kokosöl oder Kokosfett ?

“Was ist der Unterschied zwischen Kokosfett und Kokosöl?” Das ist hier die Frage – und die Antwort ist eigentlich ganz einfach, denn Kokosfett und Kokosöl sind ein und das selbe Produkte. Die einzige Unterscheidung liegt darin, je nach dem in welchem Aggregatzustand sich das Produkt befindet.

Bild: Eskymaks – Fotolia.com

Kokosnussöl verfestigt sich bei Temperaturen unter 25 Grad und erhält eine cremige bis feste Konsistenz, welche man streichen kann. In diesem Zustand bezeichnet man es als Kokosfett. Klettern die Temperaturen auf über 25 Grad wird das Kokosfett flüssig, dann spricht man von Kokosnussöl.

In unseren europäischen Gefilden ist Kokosfett (fast) ausschließlich in seiner festen oder cremigen Form zu bekommen. In den südlichen Regionen dagegen findet man das Fett, wo die Temperaturen das ganze Jahr über meistens über 25 Grad liegen, beinahe ausschließlich in flüssiger Form, also als Kokosöl vor.

Bekanntermaßen unterscheidet zwischen kalt gepresstem, naturbelassenem Kokosfett und raffiniertem oder desodoriertem Kokosfett. In industriell produziertem , hitzebehandeltem,  Kokosfett (z.B. “Palmin”), sind kaum noch Nährstoffe enthalten. Dieses raffinierte Kokosfett verfügt über keinen natürlichen Kokosgeruch mehr, es riecht und schmeckt neutral.

Im Gegensatz dazu enthält ein naturbelassenes, kalt gepresstes Kokosfett noch fast alle der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe – außderdem lässt es sich an dem unverkennbaren milden Kokosgeruch/ -geschmack erkennen. Einzig das naturbelassene Öl/Fett bietet alle gesundheitlich relevanten sowie pflegenden Eigenschaften der Kokosnuss.

In fester Form lässt sich das Kokosnussfett ein wenig leichter dosieren als das flüssige Kokosnussöl. Hilfreich ist, wenn man das flüssige Öl in ein Glas abfüllt und für kurze Zeit in den Kühlschrank stellt – es verfestigt es sich und man kann dann mit einem Löffel die Wunschmenge entnehmen. Möchte man das feste Kokosfett verflüssigen, genügt es, wenn man das Behältnis für einen Augenblick unter einen warmen Wasserstrahl hält. Ebenso lässt sich das Fett  im Wasserbad schmelzen – doch Vorsicht, keinesfalls sollte das Wasser  kochen, denn das wiederum reduziert die wertvollen Nährstoffe des Öls.

Beim Kauf von Biokokosfett oder Biokokosöl sollte man unbedingt auf die Bezeichnung “nativ” und “kaltgepresst” achten.