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Unter dieser Rubrik erfahrt ihr einiges Wissenswertes rund um Kokos, über die Pflanze, auf was man beim Kauf achten sollte, was ein gutes Kokosöl ausmacht und mehr. Lest euch schlau!

Billig-Kokosöl lieber meiden

Billig und günstig – Ein bedeutender Unterschied

Billig-Kokosöl
Bild: guukaa / Fotolia.com

Kokosöl ist wegen des hohen Gehalts an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen eines der besten Öle für die gesunde Ernährung. Inzwischen wird der Markt jedoch mehr und mehr von Billig-Kokosöl verschiedenster Marken überschwemmt, und dem Verbraucher fällt die Wahl oft sehr schwer, welches Öl denn nun wirklich seinen Preis wert, also preiswert bzw. günstig,  ist.

 

Kokosöl kann FAIR und trotzdem GÜNSTIG sein … billig sollte es aber nicht sein, denn hier ist meist mit einer minderwertigen Qualität der Ware zu rechen, so wie wir es auch aus der Bekleidungsbranche kennen.

Ein hochwertiges Kokosöl aus kontrolliert biologischem Anbau kostet den Endverbraucher etwa 18 – 20 Euro pro Liter.
Uns hat das Kokosöl von 100ProBio überzeugt. Es ist preiswert, nachhaltig, fair und mit Blick auf unsere Umwelt hergestellt.

Größere Mengen des Öls, aber auch Öl, welches in Polyethylen-Dosen abgefüllt ist, sind in vielen Fällen ein klein wenig günstiger.

Von einem Billigöl kann man sprechen, wenn der Kaufpreis unter 17 Euro pro Liter liegt. Bei diesen Ölen ist davon auszugehen, dass irgendwo im Herstellungsprozess massiv eingespart wird, was entweder die Qualität des Öls leiden lässt oder keine faire Bezahlung der am Herstellungsprozess beteiligten Arbeiter zulässt.

Gute Gründe, warum man Billig-Kokosöl nicht kaufen sollte

Bei der Herstellung von Billigkokosöl werden auf den Plantagen in den meisten Fällen Ernteaffen eingesetzt, um die Kokosnüsse aus den Palmwipfeln zu holen. Eine effiziente und besonders günstige Art und Weise der Ernte. Den Makaken-Äffchen wird aber nicht immer artgerechte und auch kaum liebevolle Fürsorge zuteil und die Haltung erinnert eher an Sklaverei. Von diesen Plantagen wird häufig die Industrie beliefert, die das Kokosöl für Kosmetika, Waschmittel, Seifen, Lebensmittel und anderes verwendet.

Billigöl-Hersteller zahlen den Plantagenbesitzern und ihren Arbeitern in der Regel einen sehr geringen Lohn und deren Einnahmen liegen meist weit unterhalb des Existenzminimums. Anders ist es kaum möglich, ein Kokosöl so spottbillig anzubieten, wie es viele Hersteller tun. Oft reicht dieses Einkommen nicht, um die ganze Familie zu ernähren. Demnach müssen die Kinder mit anpacken, um den Lebensunterhalt zu erwirtschaften, und haben keinerlei Chance auf eine ordentliche Schul- bzw. Berufsausbildung, während Konzernbosse sich die Taschen füllen. Preise von 12 oder 14 Euro je Liter oder gar darunter sind bei einem fair gehandelten, qualitativ hochwertigen Öl aus kontrolliertem Anbau definitiv nicht möglich. Trotz allem findet man viele dieser spottbilligen Kokosöle auf dem Markt.

Qualitäts-Kontrollen finden bei billigen Kokosölen nur selten statt. Ein Kriterium, das man aber auf jedem Fall in die Kaufentscheidung einfließen lassen sollte.
Seriöse Hersteller lassen ihre Kokosöl-Chargen stets stichprobenartig im Labor auf Verunreinigungen und auf eine gleichbleibende Qualität testen. Kontaminationen mit Keimen oder Pilzen oder gravierende Qualitätsschwankungen werden auf diese Weise direkt festgestellt und die Ware kann, bevor sie in den Verkauf kommt, aus dem Verkehr gezogen werden. In den meisten Fällen wird ein Qualitäts-Öl aber unter solch strengen hygienischen Bedingungen hergestellt, dass ein Keimbefall nahezu auszuschließen ist. Womit wir beim nächsten Punkt angekommen sind.

Hygiene spielt bei der Billig-Kokosöl-Herstellung keine unbedingt große Rolle. Hygiene kostet Geld und nimmt Zeit in Anspruch. In vielen Fällen werden die Kokosnüsse nach der Ernte geöffnet und das Fruchtfleisch am Straßenrand ausgelegt und getrocknet. Dieses wird anschließend in Containern in die ganze Welt verschifft und erst am Zielort in Ölmühlen gepresst. Während der teils wochenlangen Reise in riesigen Containern können sich an dem getrockneten Kokosnussfleisch Schimmelpilze und Keime bilden, die später im Öl landen. Diese Kontamination wird in den meisten Fällen nicht einmal festgestellt, da keinerlei Labor-Untersuchungen stattfinden. Der Verbraucher merkt es oft erst dann, wenn “sein geliebtes” Kokosöl einer bestimmten Marke über lange Zeit im Geschäft nicht zu erhalten ist. Dann nämlich, wenn die komplette Ware vorübergehend aus dem Sortiment zurückgerufen werden musste, weil die Marktüberwachungsbehörde ein Risiko für den Verbraucher gesehen hat. Selbst bei billigen Ölen, die im Herkunftsland gepresst wurden, ist davon auszugehen, dass nicht unbedingt unter hygienischen Bedingungen, wie wir sie uns wünschen würden, gearbeitet wird. Hier werden keine Gelder in Hygiene verschwendet, was ja den Reinerlös schmälern würde.

Ein Qualitäts-Kokosöl wird in der Regel unmittelbar nach der Ernte unter kontrollierten, hygienischen Bedingungen direkt vor Ort kalt gepresst und abgefüllt. Es werden lediglich die Mengen an Kokosnüssen abgeerntet, die für die vorhandenen Aufträge benötigt werden. So ist das Öl immer frisch und von bester Güte.

Naturschutz ist Billigöl-Anbietern scheinbar egal. Um die größtmögliche Ausbeute in kurzer Zeit zu erhalten, werden Kokospalmplantagen in Monokulturen angelegt. Diese sind wesentlich leichter zu bepflanzen, zu bewirtschaften und abzuernten. Jedoch werden diese Plantagen schnell anfällig für Ungeziefer und Krankheiten, was den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden zur Ungezieferabwehr nötig macht. Für die Tierwelt sind solche Orte nicht attraktiv und auch heimische Pflanzen haben keine Chance auf Wachstum.
Palmölplantagen sind aus diesem Grund bereits vor einiger Zeit in den Blickpunkt von Naturschützern geraten. Mit Recht!

Palmöl aus derlei Anbau und auch Billig-Kokosöle, die fast ausschließlich unter solch miserablen Begebenheiten für Flora und Fauna stammen, sind inakzeptabel und sollten gemieden werden. Hier ist unbedingt ein Umdenken der Verbraucher erforderlich.

Finger weg von Dumping Preis-Kokosöl! – Für unsere Tierwelt, für unsere Pflanzenwelt, für unsere Gesundheit und für ein faires Miteinander weltweit.

Kokospalme

Die Kokospalme – Baum des Lebens

Kokospalme
Bild: ValentinValkov – Fotolia.com
Die im Wind wiegende Kokospalme gehört zum perfekten Bild eines südlichen Sandstrandes genauso dazu wie das klare, türkisblaue Meer. Man kennt sie ebenfalls als Nutzpflanze, die in riesigen Plantagen herangezogen wird. Sie kann eine Höhe von 30 Metern erreichen. Ein Merkmal ist ihr schlanker Stamm, der in einem Blätterschopf endet, wo jedes gefiederte Blatt 6-7 Meter misst. Blüten trägt die Palme erst nach rund 7 Jahren.

Die Blüten werden durch den Wind und durch Insekten bestäubt. Daraus entstehen die in Bündeln hängenden Früchte, die der Palme ihren Namen geben, die sogenannten Kokosnüsse. Das Wort “Cocos” kommt aus dem portugiesischen und bedeutet “Schreckgespenst”. Diese Bezeichnung erhielt sie, wegen des affenähnlichen und daher unheimlichen Aussehens. Fällt die Kokosnuss nach der Reife auf den Boden entsteht daraus eine neue Kokospalme.

Die Kokospalme als Nutzpflanze

Von der Kokospalme kann jedes Teil nützlich verwendet werden. Das wussten bereits die alten Ägypter vor rund 3000 Jahren zu Nutzen. Besonders wertvoll ist das Kokosöl, welches aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen wird. Es ist besonders reichhaltig an Nährstoffen und kann zur wirkungsvollen Pflege von Haut und Haar eingesetzt werden. Auch in der Tierpflege wird Kokosöl immer beliebter. Vor allem wird es dort zur Abwehr von Zecken, Würmern und Milben eingesetzt, aber auch die Fellpflege ist ein begehrtes Einsatzgebiet bei Tierhaltern.

Kokosöl findet industrielle Verwendung u. a. im Lebensmittelbereich, zur Herstellung von Kosmetik, Seifen, sowie Waschmittelsubstraten und zur Fertigung von vielen chemischen Produkten. Ebenfalls beliebt, für die Herstellung von Backwaren, sind die Kokosraspeln. In tropischen Ländern werden zusätzlich die Kokosmilch, Kokosmehl und die Palmensprossen verwendet.

Die Triebspitzen der Blütenstände werden für die Produktion von Spirituosen benutzt. Die Pflanzenfasern oder auch Kokosfasern genannt, werden zu Teppichen, Matten, Seilen und Bürste verarbeitet. Das Holz der Kokospalme ist in tropischen Ländern vor allem als Material für den Hausbau von großem Nutzen. Der Vorteil ist, dass es nicht von Termiten befallen wird. Die Dächer der Häuser werden zusätzlich mit Matten aus Kokosblättern gedeckt.

Die Kokospalme als Zimmerpflanze

Die Kokospalme ist zudem als Zimmerpflanze äußerst beliebt und kann entweder aus einer Kokosnuss gezogen oder in Gärtnereien und Blumenläden gekauft werden. Hier erreicht sie eine Höhe von ca. 2–3 Meter. Sie braucht viel Licht, Wärme und ein feuchtes Klima, um gesund zu gedeihen. Das Entstehen von Blüten oder gar von Kokosnüssen ist in der Zimmerkultur nicht zu erwarten. Trotzdem kann sie bei einem richtigen Standort viele Jahre halten.