So nutzt man Kokosöl für das Immunsystem

So lässt sich das Immunsystem mit Kokosöl stärken

Wusstet ihr schon, dass sich natives Kokosöl für das Immunsystem einsetzen lässt? Und das sowohl beim Menschen als auch beim Tier. Für die positive Wirkung auf unsere Abwehrkräfte sind vor allem die in Kokosöl enthaltenen, mittelkettigen Fettsäuren verantwortlich. Neben der Laurinsäure haben auch die Caprin- und Caprylsäure besondere Eigenschaften, die unser Immunsystem stärken und unterstützen.

Was ist das Immunsystem genau? Wie funktioniert es?

Kokosöl für das Immunsystem
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Als Immunsystem bezeichnet man den biologischen Abwehrmechanismus, der verschiedenste Krankheitserreger daran hindert, das menschliche Gewebe anzugreifen und es zu schädigen. Zu diesen krankmachenden Erregern zählen unterschiedliche Bakterienstämme, Viren, Parasiten und ebenso Pilze. Erfahrungsgemäß ist unser Körper zu jeder Zeit mit eben diesen Erregern besiedelt, sowohl innerlich als auch äußerlich und sie können, wenn unser Abwehrmechnismus nicht richtig funktioniert, lebensgefährliche Infektionen auslösen. Unser körpereigenes Immunsystem ist permanent im Einsatz, um solch massive Schädigungen zu vermeiden.

Unspezifische und spezifische Abwehrmechanismen des Körpers

Man unterscheidet zwischen der angeborenen, unspezifischen Abwehr und der spezifischen Abwehr. Als unspezifisch gelten sowohl die äußeren als auch die inneren Abwehrmechanismen, die uns als chemische und physikalische Barriere vor Angriffen von außen schützen.

Unspezifische Abwehrfunktionen

Äußere Abwehr

Die erste wichtige Schutzbarriere bildet unsere Haut. Ob das nun unsere äußere Körperhaut (Bildung von Talg), die Schleimhäute (Schleimbildung), die Augen (Tränenflüssigkeit), Urin (leitet Schadstoffe aus und reinigt den Harnleiter) oder unser Speichel, Magensäfte und Scheidensekret sind – sie alle sind dafür zuständig, dass keine Keime oder andere schädigenden Substanzen von außen in unseren Körper eindringen können.

Innere Abwehr

Dann gibt es noch die innere Abwehr. Sollten also trotz äußerer Schutzbarrieren dennoch Erreger in unseren Körper eindringen, treffen sie hier auf weitere Abwehrsubstanzen und -mechanismen. Zum einen ist hier die angeborene  Entzündungsfunktion zu nennen.

Kokosöl für das Immunsystem
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Ziel einer Entzündung ist in erster Linie die Entfernung von störenden Reizen, um die Voraussetzung der körpereigenen Reparaturfunktion zu schaffen. Hierzu gehört auch Fieber, das unter anderem das Wachstum der Krankheitserreger verhindern kann und die Wirkung von Interferonen verstärkt.

Bei Interferonen handelt es sich um Proteine oder Glykoproteine, die unsere Immunabwehr stimulieren. Diese Gewebehormone können in menschlichen Zellen gebildet werden, sofern diese gut funktionieren. Aber auch natürliche Killer- und Fresszellen gehen gegen ungeliebte Eindringlinge vor. Ihr seht… unser Körper kämpft jeden Tag, auch wenn es uns gar nicht recht bewusst ist.
Mit nativem Kokosöl können wir ihn bei diesem ständigen Kampf gut unterstützen.

Spezifische Abwehrfunktionen

Die spezifische Abwehr hingegen richtet sich lediglich gegen bestimmte Erreger, die gezielt eliminiert werden. Es werden Antikörper gebildet, die sich beispielsweise gegen Fremdgewebe oder fremde Blutzellen (z.B. bei Transfusionen oder Transplantationen) richten. Für Substanzen, die unser Körper als fremd einstuft und die aus diesem Grund abwehrende Reaktionen hervorrufen, wird generell der Begriff „Antigene“ verwendet. Der Körper ist in der Lage, sich dieses Antigen zu merken, um bei einer späteren „Kontaminierung“ schneller dagegen anzugehen. Man kennt das vom Impfungen – der Impfschutz, in Form von Antikörpern, zählt also zu den spezifischen Abwehrmechanismen des menschlichen Körpers. Hierauf haben die in Kokosöl enthaltenen Wirkstoffe allerdings keinen allzu großen Einfluss.

So wirkt Kokosöl auf unser Immunsystem

Natives Kokosöl enthält als Hauptbestandteil (etwa 50%) Laurinsäure. In unserem Körper wird diese mittelkettige Fettsäure in Monolaurin umgewandelt. Dabei handelt es sich um ein Monoglycerid, welches eine starke Wirkung gegen zahlreiche Bakterien, Viren und Protozoen aufweist. Lipidumhüllte Viren, wie beispielsweise Grippe-, Herpes-, HI- und Cytomegaloviren, aber auch Bakterien und Protozoen werden sowohl im menschlichen als auch im tierischen Organismus wirksam abgewehrt. Einige Untersuchungen wiesen auch die antimikrobielle Wirkung der freien Laurinsäure nach.

Ähnlich ist auch die Wirkung der in nativem Kokosöl enthaltenen Caprinsäure. Diese wird im Körper in Monocaprin umgewandelt. Mittlerweile ist auch hier wissenschaftlich bestätigt, dass dieses antimikrobielle Eigenschaften gegen lipidumhüllte Viren und bestimmte Bakterien zeigt. Vor allem beim Kampf gegen Candida-Viren zeigte Monocaprin in medizinischen Studien eine ausgesprochen effektive Wirkung.

So nutzt ihr Kokosöl für das Immunsystem

Kokosöl für das Immunsystem
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Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie man Kokosöl für das Immunsystem einsetzen kann. Könnt ihr das Öl nicht pur mit dem Löffel einnehmen (etwa drei TL täglich), dann habt ihr immer noch die Möglichkeit, es unter eure Speisen und Getränke zu mischen. In Smoothies und Shakes, Kaffee oder Tee, aber auch im Müsli und über gegartem Gemüse schmeckt es gut und unterstreicht den Eigengeschmack.

Kokosöl ist recht hitzebeständig und ihr könnt es deshalb auch perfekt zum Braten und Backen verwenden. Setzt man das Öl mehrmals täglich auf unterschiedliche Weise ein, kommt man über Tag auf eine ausreichende Ration an Wirkstoffen, die unser Immunsystem unterstützen.

Weiter bleibt die Möglichkeit, Kokosöl als Hautpflegeprodukt zu verwenden. Die enthaltenen Wirkstoffe sind nämlich in der Lage, auch über die Haut in den Körper einzudringen. Bei einem Hautpilz (Tinea) wie z.B. Fußpilz, Nagelpilz und anderen, kann Kokosöl direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Am bestens benutzt man dafür ein sauberes Wattestäbchen oder Wattepad, um die Hände nicht mit dem Pilz zu kontaminieren. Gerade bei Pilzinfektionen sollte man sehr auf Hygiene achten. Handtücher, Waschhandschuhe, Badematten etc. solltet ihr nach jedem Benutzen austauschen und bei mindestens 60°C im Vollwaschgang waschen.

Auf die Qualität des Kokosöls kommt es an

Wichtig für die Immunkraft stärkende Wirkung ist vor allem die Qualität des Kokosöls. Besonders empfehlenswert ist Rohkost-Öl, denn dieses weist neben den mittelkettigen Fettsäuren auch noch alle von Natur aus enthaltenen Vitamine auf. Auch diese unterstützen das Immunsystem, können aber bei nativem, kaltgepresstem Kokosöl unter Umständen zum Teil fehlen.

Bei Rohkostölen darf das Fruchtfleisch vor dem Pressvorgang nicht erhitzt werden, ansonsten kann es nicht als rohköstlich angeboten werden. Manche Hersteller bedienen sich dieser Herstellungsmethode, um eine höhere Ölausbeute zu erzielen, denn durch die Hitzeeinwirkung schmilzt das Öl und lässt sich leichter auspressen. Die so hergestellten Produkte dürfen trotzdem als kaltgepresst und nativ bezeichnet werden. Allerdings gehen durch die Wärmezufuhr auch die wärmeempfindlichen Vitamine der Frucht verloren. Nicht-rohköstliches Öl enthält also nicht zwangsläufig alles Gute aus der „Nuss“, auch wenn es als nativ und kaltgepresst deklariert wird.

Nur die Bezeichnungen „Rohkost“, „nativ“ und „kaltgepresst“ sichern euch auch tatsächlich den kompletten Pool an natürlichen Wirkstoffen aus der Kokosnuss.
Bestenfalls erfüllt euer Öl alle drei Kriterien.

Kokosöl für das Immunsystem

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