Kokosöl für Hunde

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Jeder Hundebesitzer freut sich auf den Frühling nach einem langen dunklen Winter. Doch auf den naturbelassenen Wiesen und im Wald lauert eine winzig kleine, nicht zu unterschätzende Gefahr: Zecken. Diese kann das 200-fache ihres Gewichts aufnehmen in Form von Blut und legt bis zu 3000 Eier. Noch schlimmer ist aber, dass sie gefährliche Krankheiten nicht nur auf Menschen sondern auch auf Tiere übertragen können. Gerade Hunde sind anhand ihrer Größe sehr gefährdet, da sie sich oft im hohen Gras oder unter niedrigen Büschen bewegen. Denn auf einer Höhe bis zu 1,50 Metern lauern die Zecken auf ihre Opfer, springen das Tier an und saugen sich an einer schönen warmen weichen Stelle fest. Ist der Hund infiziert, tritt nach 2 bis 90 Tagen Inkubationszeit Fieber und Appetitlosigkeit auf. Er könnte lahmen wegen Gelenkentzündung oder teilnahmslos wirken. Besonders langhaarige Hunde sind gefährdet, da sich die Zecke dort gut verstecken kann. Mit einem Zeckenkamm kann man vorsichtig nach jedem Spaziergang auf die Suche gehen. Am meisten beißen sie sich an warmen und gut durchbluteten Stellen wie Hals, Ohren, Bauch oder Gesicht fest. Entfernen Sie die Zecke mit einer Zeckenzange und benutzen Sie auf keinen Fall Öl oder Klebstoff um sie zu ersticken, denn dann scheidet sie noch mehr giftige Stoffe in den Hundekörper aus.

Zeckenschutz:

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es sowohl für Mensch als auch für Tier ein ungefährliches und sogar essbares Mittel gegen Zecken gibt. Es wurde die Wirkung von Kokosöl als Zeckenschutz und Schutz vor anderen Parasiten nachgewiesen. Durch die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure wird die Zecke daran gehindert sich niederzulassen. In Indien ist diese Methode zur Zeckenvertreibung schon seit Jahrhunderten bekannt. Bevor die Inder raus in die Natur gehen, bestreichen sie ihre Arme, Beine und den Kopf mit Kokosöl.

Anwendung am Hund:

Reiben Sie ihren Hund am Anfang der Behandlung täglich vor dem spazieren gehen mit dem Kokosöl ein. Das Kokosöl ist bei Zimmertemperatur noch fest, wird aber auf der warmen Haut schnell weich. Zwischen die Finger eine Erbsen- bis Walnussgroße Menge Kokosöl nehmen, das Öl auf der Handfläche verreiben und dann mit beiden Händen in das Fell ihres Hundes einreiben. Ganz wichtig ist dabei, das Gesicht, die Ohren, den Hals und den Bauch gut einzureiben. Nach dem Spaziergang aber trotzdem weiter nach Zecken absuchen. Entweder müssen sie die Menge an Kokosöl erhöhen oder noch sorgfältiger verteilen. Nach einer täglichen Anwendung innerhalb von zwei Wochen, können Sie langsam die Behandlung verringern. Dann reicht es wenn der Hund zwei bis drei Mal pro Woche noch eingerieben wird.

Kokosöl im Futter:

Mischen Sie auch Kokosöl in das Futter ihres Hundes unter. Die Zecken schreckt es ab, wenn der Hund im Blut einen hohen Laurinsäure Wert hat. Außerdem hilft das Öl gegen Viren, Bakterien und Pilzen im Inneren des Hundes. Auch Flöhe und Milben mögen das Kokosöl nicht.

Kokosöl für Pfoten und Fell:

Nicht nur unliebsame Tiere werden vom Hund ferngehalten. Das Kokosöl hilft auch im Winter, wenn durch Streusalz, Granulat, Eis und Kälte Schäden an den Pfoten entstehen. Schmieren Sie die Pfoten mit Kokosöl ein und wenn es zu Hause länger einwirken soll dann ziehen sie ihrem Hund Söckchen über. Die Risse und Schrunden auf den Ballen verschwinden oder werden erst gar nicht entstehen. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass das Fell vom Hund glänzend und geschmeidig wird und auch ihre Hände dabei samtweich werden wenn Sie ihn damit einreiben und massieren.

Kokosöl gegen Würmer und Giardien:

Im Darm des Hundes niesten sich Parasiten wie Würmer und Giardien ein und vermehren sich rasant. Eine Behandlung mit Kokosöl kann auch hier hilfreich sein. Pro 20 Kilogramm mischen Sie einen Teelöffel Kokosöl unter das Futter. Mehr sollte es nicht sein, da sonst Durchfall entstehen kann. Mit einer vierwöchigen Kokos Öl Kur sollte das Problem Parasiten erledigt sein. Das Kokosöl verhindert das Festsaugen der Parasiten an den Darmschleimhäuten. Da sie sich nicht einnisten können werden die Parasiten mit dem Darm ausgeschieden. Mit einer vierwöchigen Kokos Öl Kur sollte das Problem Parasiten erledigt sein.

Tipp:

Nicht nur Kokosöl sondern auch Kokosflocken enthalten Laurinsäure und sind bei Hunden sehr beliebt als Futterbeigabe.

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