Kokosöl und Babypflege

Kokosöl Babypflege
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Ein Baby hat es schon am Anfang seines Lebens nicht so leicht und muss sich an vieles erst gewöhnen. Es lernt täglich neu dazu und muss mit Anpassungsschwierigkeiten kämpfen. Mit der richtigen Babypflege ist schon mal ein großer Schritt getan. Das Kokosöl enthält zur Hälfte genau die gleichen gesättigten Fettsäuren, die in der nahrhaften Muttermilch enthalten sind. Hier zeigen wir, für was das Kokosöl, welches frei von chemischen Substanzen und ohne Pestiziden angereichert ist,  alles verwendet werden kann bei Ihrem Baby oder Ihnen selbst.

Kokosöl Babypflege – Massage:

Durch eine Massage bekommt das Baby nach der Geburt ein Gefühl von Nähe und Geborgenheit vermittelt. So wie es sich auch die ganze Zeit im Bauch gefühlt hat. Mit streichelnden Bewegungen wird die Haut massiert, die Seele bekommt ihre Nahrung und die Haut eine zusätzliche Pflege. Achten Sie darauf, dass das Zimmer sowie Ihre Hände warm sind bei der Massage oder legen Sie Ihr Baby unter die Wärmelampe. Nehmen Sie ein wenig Kokosöl in die Hände und lassen es durch reiben flüssig werden. Streichen Sie mit sanften Bewegungen über Stirn, Gesicht und den Brustbereich und schauen selbst wie ihr Kind das genießen wird. Mit dem Daumen sollten nur leicht die Fußsohlen massiert werden. Vielleicht noch eine Entspannungsmusik dazu auflegen und ihr Baby wird friedlich während der Massage einschlummern. Das Kokosöl verstopft die Poren nicht und bildet auch keinen Film auf der Haut, sondern dringt tief in die Haut ein. Behandeln Sie aber Ihr Baby nicht zu oft mit dem Kokosöl, da dieses erst noch einen Schutzmantel aufbauen muss. Am besten machen Sie die Massage vor dem baden, dann kann das überschüssige Öl mit abgewaschen werden.

Kokosöl gegen einen wunden Po:

Sie als Mutter müssen natürlich darauf achten was Sie essen oder welche Säuglingsnahrung sie verwenden. Nur dadurch entsteht ein wunder Po, wenn ihr Baby das nicht verträgt. Auch häufiges Windelwechseln hilft nicht immer dem Wund sein vorzubeugen.

Anwendung:

Waschen Sie ihr Baby vorsichtig mit einem sauberen Waschhandschuh und klarem Wasser ab und reiben dann sanft eine kleine Menge des Kokosöls auf den wunden Hintern. Das Öl zieht rasch ein und die wunde Stelle wird schnell wieder abheilen.

Kokosöl gegen Milchschorf:

Ab etwa dem dritten Lebensmonat kann bei einem Säugling der Milchschorf auftreten. Es ist ein juckender Hautausschlag, der oft mit dem Kopfgneis verwechselt wird. Bei einem Milchschorf bilden sich an den Augenbrauen, auf der Kopfhaut manchmal auch im Gesicht oder am Körper eine weiß-gelbliche Kruste. Ihr Baby wird versuchen sich zu kratzen, da es furchtbar juckt. Das Kokosöl kann hier durch seine kühlende Eigenschaft den Juckreiz ein wenig lindern. Gehen Sie zum Kinderarzt wenn es ein echter Milchschorf ist, damit er Ihnen ein juckreizstillendes Arzneimittel verschreiben kann, dass den Ausschlag mildert.

Kokosöl gegen Kopfgneis:

Im ersten Lebensmonat entwickelt sich eine weiche, fettige, gelb bis bräunliche Schicht auf dem Kopf des Babys. Das Ekzem sieht zwar nicht schön aus, ist aber völlig harmlos. Behandeln Sie die Stellen am Kopf vor dem baden oder waschen mit dem Kokosöl. Lassen Sie es ein wenig einwirken und reinigen Sie es danach mit einem weichen, feuchten Tuch. Meistens lässt sich das Ekzem nicht beim ersten Mal entfernen sondern es sind mehrere Behandlungen nötig. Sie können auch vor dem auftragen des Öls den Kopfgneis mit einer weichen Babybürste auflockern. Aber seien Sie vorsichtig, da der Kopf Ihres Säuglings noch sehr empfindlich ist.

Kokosöl gegen Schwangerschaftsstreifen:

Bei Ihnen sind nach der Geburt Schwangerschaftsstreifen übrig geblieben an Po, Bauch oder Oberschenkel? Nach dem Duschen oder baden werden die betroffenen Stellen mit einer Fingerspitze voll Kokosöl eingecremt und mit sanften, kreisenden Bewegungen einmassiert.

Tipp für stillende Mütter:

Die Qualität der Muttermilch kann verbessert werden, wenn Sie täglich einen Teelöffel Kokosöl zu sich nehmen. Da der Körper die guten Fettsäuren direkt aufnimmt, reichern diese auch Ihre Muttermilch an. Die wertvollen Stoffe werden durch das Stillen an das Baby weitergegeben.

Kokosöl im Babybrei:

Sie sind bereits am Abstillen und beginnen mit dem Zufüttern? Geben Sie hin und wieder dem Babybrei eine kleine Menge (gestrichenen Teelöffel voll) Kokosöl hinzu. Das Öl dient als wichtiger Energieträger und wirkt sich positiv auf die Verdauung Ihres Babys aus.

Feuchttücher selbst herstellen:

Nicht nur der Baby Po muss gereinigt werden sondern auch feste Krusten in den Halsfalten, hinter den Ohren, am Kopf, unter den Armen oder in den Leisten. Dafür sind Öltücher eine sehr praktische Hilfe und funktionieren besser wie die Reinigung mit Wasser. Zusätzlich pflegt das Öl in den Tüchern die angegriffene Haut und dient auf Reisen als Feuchttücher Ersatz. Die in den Drogerien erhältlichen Feuchttücher sind voller Chemie und auf die Dauer auch recht teuer.

Zutaten:

Rolle Klopapier

1 Dose mit einem Deckel der Dicht abschließt

Bio Kokosöl

Herstellung:

Zuerst werden einige abgerissene Klopapierblätter in der Dose gestapelt und dann das Bio Kokosöl, welches im Wasserbad erhitzt und dadurch flüssig wird drauf gegeben. Bis die Dose voll ist werden diese Schritte wiederholt. Am Ende noch ein paar Blätter obendrauf legen, Deckel gut verschließen und an einem warmen Ort ziehen lassen. Zwischendurch die Dose gerne mal umdrehen oder noch Öl nachgießen wenn nicht alle Blätter etwas abbekommen haben. Nach gut einem Tag sollten alle Blätter getränkt und einsatzbereit sein. Achten Sie darauf, dass kein Öl in der Dose steht, sondern nur in die Blätter eingezogen ist.

Tipp:

Für unterwegs kann man sich ein paar Tücher in eine Plastiktüte mit Zipper umfüllen.

 

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